Histoire 121300

 

Helen wollte sie zurückrufen, doch dann sah sie es selbst: ein verbeultes Motorrad lag zwischen den Büschen, daneben ein Mann mit Bart und schweren Stiefeln. Seine Weste war zerrissen, seine Brust hob sich stoßweise.

 

„Oh Gott …“ flüsterte Helen, wie gelähmt.

 

Doch Sophie zögerte keine Sekunde. Mit einer Ernsthaftigkeit, die man einem Kind nicht zutrauen würde, riss sie ihre Strickjacke herunter, kniete sich neben den Mann und drückte das Kleidungsstück auf seine Brust.

 

„Bleib bei mir. Ich gehe nicht weg“, sagte sie leise und sah ihm direkt in die Augen.

 

Helen riss ihr Handy heraus und wählte zitternd den Notruf. Während sie mit der Zentrale sprach, hörte sie die ruhige Stimme ihrer Tochter: beruhigende Worte, ein Lied, das Helen noch nie gehört hatte. Es klang alt, fast wie ein Schlaflied aus einer anderen Zeit.

 

„Sophie, woher … woher weißt du, was du da tust?“ fragte Helen, als sie neben ihr kniete.

 

Das kleine Mädchen hob kurz den Kopf. „Von Isla“, murmelte sie. „Sie kam gestern in meinen Traum. Sie sagte, ihr Papa würde stürzen, und ich müsste ihm helfen….

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